German 14

Angewandte Phänomenologie: Zum Spannungsverhältnis von by Jochen Dreher (auth.), Jochen Dreher (eds.)

By Jochen Dreher (auth.), Jochen Dreher (eds.)

Wie kann das phänomenologische Paradigma im Rahmen der examine konkreter Vergemeinschaftungsformen und sozialer Grenzbestimmungen Anwendung finden? Aufgrund ihrer subjektphilosophischen Orientierung ist die Phänomenologie besonders für die Beschreibung der Konstitutionsprinzipien sozialer Phänomene geeignet, da hierbei im Sinne des methodologischen Individualismus Max Webers der individuelle Akteur fokussiert werden muss, der mit seinem Handeln einen subjektiven Sinn verbindet. Vor dem Hintergrund dieser Überlegungen erscheint die Kombination einer sozialwissenschaftlichen mit einer phänomenologischen Perspektive Erfolg versprechend. Wie kann jedoch eine Verbindung zwischen der streng egologisch, reflexiv vorgehenden Phänomenologie und den empirisch und historisch ausgerichteten Sozialwissenschaften hergestellt werden? Wie kann im Spannungsfeld von phänomenologischer und sozialwissenschaftlicher Forschung die Herausbildung spezifischer sozialer Phänomene – z.B. Beziehungs-, Vergemeinschaftungs-, Abgrenzungsformen – erklärt werden? Antworten auf diese Fragestellung offeriert vorliegender Sammelband.

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Meine Behauptung lautet nun, dass es zusätzlich zu einer solchen Erweiterung des Bruchs mit der rein egologischen Perspektive bedarf, um das Moment des sozialen Zwanges in der Relevanztheorie angemessen reflektieren zu können. Dabei folge ich jenem thematischen Verweis, der in der Rede von „auferlegten“ Relevanzen implizit enthalten ist, nämlich dem Verweis auf das Phänomen der Macht, und ich rekurriere auf dasjenige Theoriegebäude, dessen Fundament Schütz mittels seiner phänomenologischen Reflexionen errichten wollte: auf die Soziologie von Max Weber.

Alfred Schütz Werkausgabe, Bd. 2: Relevanz und Handeln 2. , Alfred Schütz Werkausgabe, Bd. 2: Relevanz und Handeln 2. Gesellschaftliches Wissen und politisches Handeln, Konstanz, S. 175 – 228 Schütz, Alfred und Thomas Luckmann (2003), Strukturen der Lebenswelt. Konstanz: UVK Srubar, Ilja (1988) Kosmion. Die Genese der pragmatischen Lebenswelttheorie von Alfred Schütz und ihr anthropologischer Hintergrund. Frankfurt a. : Suhrkamp. Srubar, Ilja (2007), Wertbeziehung und Relevanz. , Phänomenologie und soziologische Theorie.

Diese Merkwürdigkeit zeigt sich nicht zuletzt im Hinblick auf das, was Schütz als „Wirkensbeziehung“ bezeichnet, für welche es wesentlich ist, dass der „auf ein Du zu Handelnde die Um-zu-Motive seines eigenen Handelns als echte Weil-Motive des erwarteten Verhaltens des Partners antizipiert und umgekehrt auf die Um-zu-Motive des Partners als echte Weil-Motive seines je eigenen Verhaltens hinzusehen fähig ist“ (Schütz 2004a: 312). ) betreiben könnte. 14 Schütz selbst zieht diese Schlussfolgerung in seinem Aufsatz „Der gut informierte Bürger“ (vgl.

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