German 14

Bodenschutz als Planungsaufgabe: Die Weiterentwicklung der by Sabine Kühner

By Sabine Kühner

1.1 Problemstellung Der Boden ist als oberste Schicht der Erdkruste die Grundlage aller Lebens­ aktivitäten. Seit Jahrtausenden wird er vom Menschen genutzt und dadurch nachhaltig geprägt. Die Entwicklung der modernen Industriegesellschaft mit einer damit einhergehenden Erhöhung der Nutzungsintensität hat diese natür­ liche Lebensgrundlage jedoch besorgniserregend gefährdet. Die Belastungen beschränken sich dabei nicht nur auf hochindustrialisierte Länder, sondern treten weltweit auf. Die Schadstoffbelastung der Böden, der Landschaftsver­ brauch, aber auch die Versteppung, Versalzung, Erosion oder die Ver­ drängung zweckmäßiger Bodennutzungen auf immer ärmere Standorte sind Probleme, deren Bedeutung sich jeder bewußt machen muß und die auf allen Ebenen der Umweltpolitik angegangen werden müssen. Die Bundesrepublik hat sich dieser Aufgabe im Vergleich zu dem seit rund a hundred Jahren institutionalisierten Gewässer-und Immissionsschutz relativ spät angenommen. Erst Mitte der 80er Jahre ist der Bodenschutz in das Blickfeld öffentlichen Interesses gerückt. Sichtbare Erfolge der in der "Bodenschutzkonzeption" von 1985 propagierten ,,Leitlinien des Boden­ schutzes", beschränken sich jedoch weitgehend auf die Altlastenbehandlung.

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Sie haben jedoch grundlegende Auswirkungen auf die mit ihm in Wechselwirkung stehenden Lebensbereiche der Ökosphäre. Demnach sind es zwei Ansatzpunkte, welche für das Selbstverständnis des Bodenschutzes von Bedeutung sind: • der ökosystemare Ansatz, wonach die Erhaltung der langfristigen Leistungsfähigkeit der ökologischen Bodenfunktionen für das Gesamtsystem lebensnotwendig ist, und • der anthropozentrische Ansatz, der die Bodenfunktionen hinsichtlich ihrer langfristigen Nutzbarkeit schützen will.

Mit Schwermetallen belastete Böden sind irreversibel geschädigt, da sie nicht gereinigt werden können2• Sie wirken toxisch auf Bodenflora und -fauna, beeinträchtigen das Pflanzenwachstum und können über die Nahrungskette und das Grundwasser die menschliche Gesundheit gefährden. Die Ursachen für die Schwermetallbelastung der Böden sind sowohl natürlicher wie auch anthropogener Art. Geogene (lithogene und pedogene) Grundgehalte an Schwermetallen können regional und lokal zu hohen Belastungen führen.

Denn zum einen sind die anthropogenen Nutzungsansprüche an den Boden nur ein Teilaspekt der Lebensvorgänge, die sich auf bzw. durch ihn abspielen, zum anderen sind diese Nutzungsabsichten Veränderungen unterworfen. Daraus resultieren folgende Zielrichtungen zum Schutz des Bodens: 1. der Erhalt des Bodens und seiner Potentiale als Teil des Ökosystems (Leistungsfähigkeit des Naturhaushaltes). 2. der Erhalt der nachhaltigen und langfristigen Nutzbarkeit des Bodens als Lebensgrundlage des Menschen (Nutzungsfähigkeit für den Menschen).

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